Die Experten für abwasserfreie Produktion

Das Farbeindringverfahren ist eine der Rissprüfungsmethoden. Das dabei entstehende Spülwasser kann mit einer VACUDEST Vakuumdestillationsanlage effizient aufbereitet und wiederverwendet werden.

Durch starke Beanspruchung, Materialermüdung oder Materialfehler können winzige Risse in Kunststoff- und Metallteilen entstehen. Diese sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Trotzdem können sie – wie zum Beispiel bei den Tragflächen eines Passagierflugzeugs – sicherheitsrelevant sein. Aus diesem Grund werden diese Teile regelmäßig auf Mikrorisse geprüft.

Eine Methode einer solchen Rissprüfung ist zum Beispiel das Farbeindringverfahren. Hierbei wird das zu kontrollierende Teil zuerst gründlich gereinigt. Mittels aufgetragener Spezialfarbe und passendem Entwickler werden kleinste Risse auf der Oberfläche sichtbar. Defekte Teile können so einfach erkannt und ausgetauscht werden. Ergab die Rissprüfung keine Beanstandungen, werden die Transfermittel abgewaschen und für den weiteren Betrieb freigegeben.

Doch was passiert mit dem dabei entstandenen Abwasser? Aufgrund der chemischen Verschmutzung darf es nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden. Es muss meist kostenintensiv entsorgt werden.

Eine wirtschaftliche Alternative zur Entsorgung bietet das VACUDEST Vakuumdestillationssystem. Mit dieser hausinternen Abwasseraufbereitung wird Ihr Rissprüfverfahren abwasserfrei. Und Sie sparen bis zu 98 Prozent Entsorgungskosten!

Zusätzlicher Vorteil ist der schnelle Return-of-Investment: Denn dank der niedrigen Betriebskosten der VACUDEST und einem ausgeklügelten Energierecycling rechnet sich die Investition in das Vakuumdestillationssystem meist schon nach 2 Jahren.

Ein weiteres MRO Unternehmen wird abwasserfrei!

Bei Jet Aviation im schweizerischen Basel werden Abwässer aus der Überholung von Flugzeugteilen effizient und nachhaltig mit einem VACUDEST Vakuumdestillationssystem aufbereitet. Die moderne  Installation ersetzt eine in die Jahre gekommene chemisch-physikalische Aufbereitung. Jet Aviation ist besonders zufrieden mit der hohen Qualität des aufbereiteten Wassers, es kann sogar in den Wartungsprozessen wiederverwendet werden. Damit schont  Jet Aviation Frischwasserressourcen und leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

„Eine einfach saubere Lösung“, so Lindgens über seine VACUDEST XS 180 im Dachgeschoss bei Jet Aviation.

Die Firma Jet Aviation bietet am  Standort Basel nicht nur Flugzeuginnenausstattungen mit eigenen Werkstätten wie Schreinerei, Sattlerei, Spenglerei, Malerei und Fiberglas-Werkstatt an. Ein ebenso wichtiger Geschäftsbereich ist die Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen (MRO). Dabei wartet Jet Aviation Geschäfts- und Privatjets, sowie die typischen Triebwerke von Geschäftsflugzeugen. In den folgenden drei Bereichen fallen stark belastete Abwässer an, die nicht einfach in die Kanalisation eingeleitet werden können:

  •  Wheel Shop (Überholung von Flugzeugrädern)
  •  Engine Shop (Überholung von Turbinen)
  •  Non Destructive Testing (zerstörungsfreie Prüfung)

Hauptaufgabe im Wheel Shop ist die Inspektion von Flugzeugfelgen, um Risse und Korrosion zu erkennen. Vor diesem Schritt werden die verschmutzten Flugzeugfelgen in einem Ultraschallbad mit spezieller alkalischer Reinigungschemie gereinigt, um die Verunreinigungen zu lösen. Zusätzlich muss die Farbe durch Abstrahlen mit Kunststoffgranulat von den Felgen entfernt werden. Danach werden alle Felgen mit destilliertem Wasser abgewaschen und für die Rissprüfung vorbereitet.

Im Engine Shop werden die unterschiedlichsten Triebwerke und Hilfsgasturbinen (APU’s) überholt. Dazu müssen die Triebwerke und APU’s auseinander gebaut und in ihre Einzelteile zerlegt werden. Anschließend erfolgt die Reinigung der mit Schmutz behafteten Einzelteile mit alkalischen Reinigungsmitteln in Ultraschallbädern.

Im Bereich Non Destructive Testing werden die wichtigsten Flugzeugteile, Triebwerksteile und Flugzeugfelgen auf Risse geprüft. Bei diesem Arbeitsschritt wird ein ölhaltiges, fluoreszierendes Penetriermittel verwendet. Dabei werden alle zu prüfenden Teile mit dem fluoreszierenden Prüföl auf der gesamten Oberfläche eingesprüht. Nach einer bestimmten Einwirkzeit muss dieses Öl wieder von der Oberfläche abgewaschen werden.

Die Abwässer der zuvor beschriebenen Prozesse enthalten viele Verunreinigungen wie Öl, Staub, Partikel und Schwermetalle und können nicht einfach in die Kanalisation eingeleitet werden.

 

Die Abwässer aus der Überholung von Turbinenschaufeln werden sauber und effizient von einem VACUDEST Vakuumdestillationssystem aufbereitet.

Ausgangssituation

Früher wurden die Ultraschall-Waschwässer aus Wheel Shop und Turbine Shop sowie die Rissprüfwässer über große Aktivkohlepatronen aufbereitet und darauf in die Kanalisation eingeleitet. „Diese Methode war sehr betreuungsintensiv – die Aktivkohle musste sehr oft gewechselt und entsorgt werden“, erzählt Jürgen Lindgens, Manager der Non Destructive Testing Abteilung bei Jet Aviation und unter anderem zuständig für die Abwasseraufbereitung in diesem Bereich. Zudem wurden die Grenzwerte nicht immer eingehalten und so konnte das gereinigte Wasser nicht eingeleitet werden und musste von  Entsorgungsfachbetrieben abgeholt werden. Das war mit hohen Kosten verbunden.

„Diese Situation war für uns als modernes Unternehmen nicht zufriedenstellend, deshalb haben wir uns auf die Suche nach einer zuverlässigeren Technologie gemacht“, so Lindgens weiter. Aufgrund zahlreicher Referenzen im Bereich MRO wurde man auf die Firma H2O und die Vakuumdestillationstechnologie VACUDEST aufmerksam.

Wirtschaftlich dank geringem Energieverbrauch

Mit den VACUDEST Vakuumdestillationssystemen können die im Abwasser enthaltenen Verunreinigungen wie Öle, Salze und Schwermetalle durch Verdampfung vom reinen Wasser getrennt werden. Da in der Anlage die Energie, die bei der Kondensation des Dampfes entsteht, direkt für die Verdampfung genutzt wird, ist der Energieverbrauch sehr niedrig und der Betrieb  wirtschaftlich sehr interessant. Deshalb wurden Projektgespräche vor Ort am Flughafen Basel geführt und nach Prüfung und Freigabe des Angebots erhielt die Firma H2O die Bestellung für eine schlüsselfertige Lösung. Diese Lösung enthielt neben der Vakuumdestillationsanlage VACUDEST XS 180  auch das gesamte Zubehör:

  • Sammelbehälter Industrieabwasser 2 m³
  • Zwei automatische Spüleinrichtungen für die VACUDEST mit alkalischem und saurem Reiniger (VacuCIP)
  • Restölabescheider für das gereinigte Abwasser zur Erreichung höchster Qualität (ActiveDest)
  • Sammelbehälter für das gereinigte Abwasser 2 m³
  • Sammelbehälter für die aufkonzentrierten Rückstände 1 m³
  • Verrohrung und Verkabelung aller Komponenten
  • Inbetriebnahme und Betreiberschulung

Die Energie, die bei der Kondensation des Dampfes entsteht, wird direkt für die Verdampfung des Prozesswassers genutzt. So wird keine externe Verdampfungsenergie benötigt, das System ist sehr energieeffizient.

VACUDEST ermöglicht Kreislaufführung

Seit der Installation des kompletten Systems bereitet die VACUDEST XS 180 180 m³ Abwasser im Jahr auf und erzeugt ein sauberes Destillat, das nach einer einfachen Nachbehandlung über eine Ionenaustauscherpatrone direkt wieder in den Waschprozessen eingesetzt werden kann. Dadurch muss das Wasser aus diesen Wasserströmen nicht mehr eingeleitet bzw. entsorgt werden und es können keine Grenzwertüberschreitungen auftreten.  Jet Aviation arbeitet abwasserfrei. Projektleiter Jürgen Lindgens ist darüber besonders glücklich und bestätigt: „Ich bin froh, seit der Installation der VACUDEST habe ich keinen Arbeitsaufwand mehr mit den Behörden.“

Die VACUDEST funktioniert 100 % automatisch und zeichnet sich durch einen geringen Wartungsaufwand aus. Somit kann sich die Firma Jet Aviation ihrem Kerngeschäft, der Wartung und Überholung von Turbinen und Flugzeugrädern, widmen.

 

Interessiert? Kontaktieren Sie unsere Experten! Wir finden auch für Ihre Rissprüfung die perfekte Lösung für den Weg in eine abwasserfreie Zukunft. 

 

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