Kosten senken, Qualität verbessern Drucken

 abwasserfreie produktion mit vacudest abwasseraufbereitungDer Clearcat Verdampfer bei KSB im französischen La Roche Chalais  bereitet verschiedene Industrieabwässer vor Ort wirtschaftlich und nachhaltig auf.

Das KSB‑Werk in La Roche‑Chalais (Departement 24), ein Tochterunternehmen der deutschen KSB AG, produziert Absperrklappen der Marke AMRI. Diese kommen in den Bereichen Gebäude‑, Industrie‑, Wasser‑ und Kraftwerkstechnik zum Einsatz. Bei der Herstellung dieser Klappen fallen vor allem zwei Arten von flüssigen Abfällen an: ölhaltiges Abwasser und Spülwasser, das beim Beizen und beim Passivieren von rostfreiem Stahl entsteht.

Das ölhaltige Abwasser wurde von einem Entsorgungsfachbetrieb abgeholt, während die Passivierungsabwässer vor Ort in einer chemisch-physikalischen Anlage aufbereitet wurden. Die Ablaufwerte der Anlage wurden mehrfach nicht eingehalten, sodass KSB auch diese Abwässer vom Entsorgungsfachbetrieb abholen lassen musste. Um Kosten einzusparen und den Anforderungen seiner Kunden gerecht zu werden, entschied sich KSB schließlich, einen Vakuumverdampfer von H2O anzuschaffen.

Ein gemeinsames Projekt von KSB und H2O

Bestandsaufnahme

Bei einem Besuch am Stand von H2O bei der Fachmesse „Salon Industrie“ hat Herr Masante, der Leiter der Instandhaltung des Werks in La Roche Chalais, seine Anforderungen dargelegt. Die Produkte von KSB erfordern ganz unterschiedliche Hilfsmittel für die Metallproduktion und  verarbeitung: Bearbeitung, Entfettung, Rissprüfung, Beizung und Passivierung.

Nachdem die Werkstücke bearbeitet wurden, werden sie vor der Oberflächenbehandlung in einem Alkalibad entfettet. Durch das Beizen und Passivieren wird die Korrosionsbeständigkeit erhöht. Die Aktivbäder werden in die chemisch-physikalische Aufbereitungsanlage geleitet, während die Kaskadenspülungen mithilfe von Ionenaustauscherharzen behandelt werden. Von den Regenerierabwässern der Ionentauscher wird nur ein Teil zur Abwasseraufbereitungsanlage geleitet, da diese nicht die gesamte Menge bewältigen kann. Der andere Teil wird zusammen mit den ölhaltigen Abwässern und dem Abwasser aus Bodenwäschen von einem Entsorgungsdienst abgeholt.

 

vacutouch steuerung im vakuumverdampferVacutouch Maschinensteuerung. Optimale Systemverfügbarkeit mit hohem Komfort.

 

Seit vielen Jahren hat KSB seine Abwässer mithilfe einer klassischen chemisch-physikalischen Aufbereitungsanlage behandelt, welche dann in eine kommunale Kläranlage eingeleitet wurden. Gemäß der Vereinbarung mit dem Gemeindeverband wurden die Abwässer in regelmäßigen Abständen kontrolliert und analysiert. Jedoch hatte diese riesige alte Anlage einen gewaltigen Platzbedarf und erforderte eine kontinuierliche, strenge Überwachung, um die Einhaltung von Einleitgrenzwerten sicherzustellen. Dies war aufgrund der verschiedenartigen und wechselnden Zusammensetzungen der Abwässer besonders schwierig.

Implementierung des Projekts

Bei der Suche nach einer alternativen Lösung für diese veraltete Anlage standen unterschiedliche Optionen zur Wahl. Aus diesem Grund wurden Studien und Versuche zu verschiedenen Technologien oder Technologiekombinationen durchgeführt.

Dabei stellte sich heraus, dass nur die Verdampfungslösung die folgenden zwei Vorteile gleichzeitig bot:

Das Projektteam von KSB hat sich für diese Lösung entschieden – aufgrund eines Pflichtenhefts, gemäß welchem für die Wiederverwertung von Destillaten eine Qualität gemäß Klasse B erforderlich ist. Bei nuklearen Anwendungen ist allerdings eine exzellente Spülwasserqualität erforderlich. Zudem waren der einfache, automatisierte Betrieb und die ressourcenschonende Wartung bei der Wahl des Anbieters ausschlaggebend.

 

vergleich: herkömmlicher verdampfer mit einem clearcat vakuumdestillationssystemEin Vergleich mit bloßem Auge zwischen einem Destillat aus einem herkömmlichen Vakuumverdampfer und einem Destillat eines VACUDEST Verdampfers mit Clearcat zeigt, dass die fortschrittliche Clearcat Kondensationsstufe einen echten Vorsprung in Bezug auf die Qualität des aufbereiteten Wassers bedeutet. 

 

Etappen der Studie

Ein Verdampfer des Typs VACUDEST® 250 Clearcat, der bis zu 5 m3/Tag mit einem Konzentrationsfaktor von 60 bei Spülwasser bzw. 13 bei Emulsionen behandeln kann, wird den Anforderungen gerecht. Aufgrund der Möglichkeit, abwasserfrei zu werden und Destillate wiederzuverwerten, entscheidet sich KSB für diese Vakuumverdampferlösung und beschließt, diese Richtung einzuschlagen. Auf diese Weise muss KSB nun kein Wasser mehr in der kommunalen Kläranlage entsorgen und keinerlei Abwasserkontrollen mehr durchführen.

Erste Erfahrungsberichte zum Betrieb

Der Verdampfer, der nun seit eineinhalb Jahren in Betrieb ist, liefert sehr gute Ergebnisse. Herr Masante, der Leiter der Instandhaltung, erklärt:

„Die Inbetriebnahme ging sehr schnell, und die Schulung des Personals war sehr umfassend. Aufgrund der Qualität des Destillats, die deutlich besser war als die, die unsere alte chemisch-physikalische Anlage lieferte, konnten wir das Destillat wiederverwerten. Seine Leitfähigkeit liegt nämlich bei unter 1 µS/cm.“

„Der Kundenservice von H2O ist kompetent, hat immer ein offenes Ohr und reagiert schnell.“ Wir werden innerhalb einer Stunde oder aber spätestens binnen 24 Stunden zurückgerufen.“

„Die Nachbehandlung des Destillats dient ausschließlich der Feinreinigung. Die Ionenaustauscherharze werde alle vier Monate und die Aktivkohle einmal pro Jahr ausgetauscht.“

„In einem Jahr haben wir nur 6 Tonnen Konzentrat bei einer Behandlungskapazität von 1.500 Tonnen produziert.“

„Der ROI liegt im Endeffekt unter einem Jahr.“

Fazit:

Letztlich bestätigt KSB, dass es mit der Lösung Clearcat die richtige Wahl getroffen hat. Der Kundendienst von H2O kümmert sich von nun an darum, die Verfügbarkeit der Maschine sicherzustellen, Fragen zu beantworten, die Durchführung wichtiger Wartungsarbeiten zu gewährleisten und bei Bedarf Verbesserungsvorschläge vorzubringen.

Diese Anlage wurde wie folgt von der Agence de l’Eau Adour Garonne finanziert:

 

Text genehmigt durch Régis Masante, Leiter der Instandhaltung, und Claude Vidal, Leiter Hygiene, Sicherheit und Umwelt / Dezember 2014

Autor: Dipl. Ing. Laurent Dumas, Vertriebsleiter Westfrankreich, H2O GmbH